Alles neu macht der Mai

Es wurde bei mir wieder produktiv gearbeitet. Bereits im April hatte ich es geschafft einen neuen Zaun für den Balkon selbst zu bauen, damit die Katze wieder raus kann. War eine interessante Erfahrung sich mal handwerklich zu betätigen und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Heute werden die letzten Holzfliesen für den Balkonboden fertig, die wurden oberflächlich abgeschliffen und mit Holzöl behandelt, womit die Fliesen jetzt schön natürlich aussehen. Die Balkonkästen wurden gesäubert und neu bepflanzt, hier kommen am Wochenende noch die letzten Pflänzen aus der familiären Gartenanzucht. Als nächstes werde ich noch einen Holzkasten bauen in dem ich den Sonnenschirmständer und paar andere Balkonsachen verstauen kann.

Aber genug von Haus und Handwerk. Im April hatte ich mir zwei Raspberry Pi Zero W geholt samt einem zusätzlichen Kamera-Modul und den offiziellen Gehäusen. Ein Kameramodul war bereit mit Infrarotlicht an einem alten Raspberry Pi 2B hin und wieder im Einsatz. Aber das Gehäuse war mir zu globig und die neuen Boards sind günstig zu haben und ausreichend ausgestattet. Dazu eine Powerbank mit 25.000mAh für hoffentlich ausreichend Laufzeit ohne von einer Steckdose abhängig zu sein. Um die kleinen Himberren zum laufen zu bringen habe ich mich PiBakery bedient, mit dem man die WLAN-Konfiguration direkt bei der initialen Installation mitgeben kann. Und wozu das ganze? Um die Katze beobachten zu können, wenn man mal nicht daheim ist, oder einfach mal tagsüber den Stubentiger aufnehmen. Etwa alle 2 Sekunden wird ein Bild in 1080p aufgenommen und alle 15 Minuten, sofern WLAN und die Filestation verfügbar ist, vom internen Speicher ins Netzwerk verschoben. Der interne Speicher reicht für etwa 12 Stunden Aufnahme, die Powerbank hält etwa 24 Stunden durch. Und wenn die Aufnahme im Kasten ist muss natürlich ein Video draus gemacht werden. Die verfügbaren freien Programme für diesen Zweck erfordern eine fortlaufende Nummerierung, nehmen nur das komplette Bild und nutzen meist nur die CPU mit einem Thread zum rendern. Deswegen habe ich mich nach einer Programmbibliothek umgesehen mit der ich aus Einzelbildern ein Video erstellen kann. Die hatte ich recht schnell gefunden, hatte aber paar Startschwierigkeiten, weil die verfügbare JAR nicht der Dokumentation entsprach. Mit der direkten Einbindung des Source von GitHub hatte ich dann mehr Glück und konnte mir nach und nach mein Programm aufbauen. Ordner auslesen, Bildvorschau, Einschränkung des Bildausschnitts, Videoauflösung, Bildrate, Multithreading. Das rendern selbst konnte ich zwar nicht in mehrere Threads implementieren, aber die Einzelschritte der Vorbereitung erfolgt in einzelnen Threads und es werden bis zu zehn jeweils in eine Warteschlange für den nächsten Schritt aufgenommen. Allein das hat eine bemerkenswerte Verbesserung der Renderzeit ergeben. Jetzt kann ich mir Timelapses erstellen und ein neues Programm ist verfügbar.

Dem PDFTool wurde auch etwas Neues beigebracht. Meine Freundin hatte versucht eine Datei ins Programm zu ziehen, bei vielen anderen Programmen kann man sowas ja machen. Aber mein Tool konnte damit nichts anfangen. Auf die Frage, ob sich das ändern lässt, habe ich mich einmal schlau gemacht und konnte recht schnell die nötigen Anpassungen vornehmen. Nur musste ich das für jede einzelne Funktion umsetzen, das ein wenig gedauert hat. Nun ist es fertig und man muss nicht mehr zwingend mit dem Durchsuchen arbeiten.

Bei JDB gab es nur eine kleine Anpassungen. Das Anzeigefenster eines Datensatzes kann größer gezogen werden um mehr Werte im Blick zu haben. Und Textfelder nehmen nach Möglichkeit die notwendige Höhe ein um ohne Scrollbalken auszukommen. Dies war ebenfalls ein Wunsch meiner Freundin und muss ja zugeben das die erste Implementierung nicht so ganz glücklich war. Aber die benötigte Höhe zuverlässig zu bestimmen war auch nicht so ganz trivial.

So das war es erstmal wieder von mir